Superhelden-Frühstück: Müsli selbst machen und den Tag retten

Der Wecker klingelt, die Pflicht ruft! Nicht mehr lange und die halbe Welt will was von dir. Egal ob Schule, Studium, Arbeit oder Familie, jeden Tag auf's Neue wird eine Menge von dir abverlangt.

Klar, dass du hierfür deine volle Energie brauchst; man verlässt sich schließlich auf dich!

All die Verpflichtungen im Alltag sprechen dafür, dass in jedem von uns ein kleiner Superheld steckt. Denn so ein Alltag kann es ganz schön in sich haben.

Noch bevor der ganze Trubel beginnt, gleich ganz früh morgens nach dem Aufstehen, gibt es einen Moment. Einen Moment, den du dafür nutzen kannst, deine Superkräfte aufzuladen.

Und das solltest du auch tun, denn es ist ganz einfach:

Frühstücken!

Woher bekommst du deine Superkräfte?

Kannst du dir vorstellen, dass zwei labbrige Toastscheiben aus Weißbrot belegt mit Käse, Wurst oder Marmelade die nötige Power für den Start in deinen Superhelden-Alltag liefern?

Wir auch nicht.

Mit einem selbst gemachten Müsli lieferst du deinem Körper bereits nach dem Aufstehen einen Großteil der benötigten Nährstoffe und sorgst für einen energiereichen Start in den Tag.

Von der im Müsli enthaltenden Energie kann dein Körper lange zehren und ist somit bestens für die ersten Aufgaben des Tages gewappnet. Wer gar nicht, sehr wenig oder qualitativ schlecht frühstückt, zwingt seinen Körper zunächst auf seine Reserven zurückzugreifen.

Mit einem reichhaltigen Frühstück schaffst du es viel leichter über den Tag verteilt ein Gleichgewicht zwischen verfügbarer und benötigter Energie herzustellen.

Idealerweise fügst du deinem Körper nur die Energie zu, die er auch in absehbarer Zeit verbrauchen wird − zu viel Energie muss der Körper stets zwischenlagern.

Nicht jeder von uns braucht Berge an Energie gleich nach dem Aufstehen, daher solltest du natürlich deine ganz individuellen Ansprüche an den Alltag in diese Betrachtung mit einfließen lassen.

Wenn du aber wie wir zeitnah nach dem Aufstehen körperlich und geistig fit sein musst, haben wir im Folgenden für dich vier gute Gründe zusammengestellt, warum du dein Müsli selbst machen solltest.

4 gute Gründe warum Müsli selbst machen deine Superkräfte weckt

Müsli ist nunmal nicht gleich Müsli, darum solltest du dir folgende Punkte zu Herzen nehmen.

1. Wir tappen oft in die Marketingfalle

Beim Gang durch die Supermarktregale − im Hintergrund die lauschige Musik − entdeckst du eine ganze Reihe schöner bunter Müsli-Packungen.

Fertig-Müsli kaufen oder lieber Müsli selbst machen

Mit vielversprechenden Slogans, wie "Die ganze Welt des Müsli-Glücks", "Das wildeste Müsli aller Zeiten" oder "Wecke den Tiger in dir!", wirst du nicht nur zum Kauf animiert, sondern hast dabei auch noch ein gutes Gefühl.

Wenn dir diese Vorstellung gefällt, solltest du eins besser nicht tun: die Nährwertangaben prüfen!

In den meisten Fällen zerbricht die Idylle nämlich ganz schnell und du stellst fest, dass das Müsli die reinste Fett- und Zuckerbombe ist.

Mit Müsli verbinden wir normalerweise eine gesunde und ausgewogene Mahlzeit. Die Hersteller haben aber längst entdeckt, dass sich süße, bunte, crunchy Flocken besser verkaufen lassen und vor allem bei Kindern gut ankommen.

Um diese Eigenschaften zu erhalten werden die Zutaten in einer Art und Weise verarbeitet, die viel Zucker und Fett benötigt. Zusätzlich werden den Müslis günstige Süßmacher wie Schokolade und Rosinen/Sultaninen beigemischt.

Daher sind die meisten Fertig-Müslis zwar lecker, aber nicht unbedingt gesund.

2. Kein Fertig-Müsli deckt all deine Bedürfnisse

Es wäre schön, wenn wir mit einem Fertig-Müsli aus dem Supermarkt alle gewünschten Nährstoffe in einem Rutsch erhalten könnten. Jeder von uns hat verschiedene Anforderungen an sein Müsli, manchmal variieren sie auch von Tag zu Tag.

Planst du einen ereignisreichen Tag und brauchst viel Energie, wirst du mehr Sattmacher in dein Müsli stecken als wenn du vor hast den verregneten Sonntag auf der Couch zu verbringen.

Wenn du unter Intoleranzen oder Allergien leidest, sind einige Zutaten für dich völlig tabu und finden den Weg garantiert nicht in dein Müsli.

Unter bestimmten Umständen wie Schwangerschaft und Stillzeit bist du besonders auf wichtige Nährstoffe angewiesen, so dass du dein Müsli mit vielen wertvollen Lebensmitteln aufwerten wirst.

Als Sportler hast du nochmal ganz andere Bedürfnisse, auf die du (wenn du dein Müsli selbst machst) ganz gezielt eingehen kannst.

Beim Abnehmen oder bei Verdauungsproblemen wirst du bei der Zusammenstellung deines Müslis vermehrt auf ballaststoffreiche Zutaten achten. Wieso das Sinn macht, kannst du hier nochmal nachlesen.

Grundsätzlich gilt, dass wir ein selbst gemachtes Müsli gezielt mit Mikro- und Makronährstoffen aufwerten können, um es an unsere Bedürfnisse anzupassen.

3. Du bist individuell, dein Müsli ist individuell

Über Geschmack lässt sich bekanntlich streiten. Entscheidest du dich dafür dein Müsli selbst machen zu wollen, brauchst du hier schon mal keine Kompromisse eingehen.

Du kannst dann essen worauf du Lust hast. Es gibt so viele Möglichkeiten dein perfektes Müsli zusammenzustellen, das auch noch lecker und gesund ist − die Zutatenliste ist lang und abwechslungsreich:

  • Basis-Müslis (Müslimischungen ohne Zucker oder anderen Schnickschnack)
  • Hafer- oder Dinkelflocken
  • Gepuffte Flocken (meistens Amaranth, Quinoa oder Weizen)
  • Nüsse (z.B. Walnüsse, Paranüsse, Mandeln oder Cashewkerne)
  • Omega-3-haltige Öle (z.B. Leinöl oder mit Algenöl verfeinerte Öle)
  • Ölsaaten (z.B. Lein-, Chia- oder Flohsamen bzw. Sonnenblumen- und Kürbiskerne)
  • Obst (Bananen, Kiwis, Äpfel, Birnen etc.)
  • Beerenobst (Erdbeeren, Himbeeren, Johannisbeeren, Blaubeeren, Brombeeren etc.)
  • Milchalternativen (wie Hafer-, Dinkel-, Mandel-, Kokos-, Reis-, Sojamilch)
  • Orangensaft
  • Joghurt- oder Quarkalternativen
  • Zwischendurch ein süßes Topping wie Kakaonibs, Kokosraspeln und Vollkorn-Haferkissen oder Trockenobst (z.B. Datteln, Feigen und Aprikosen)

So stellst du dir Tag für Tag dein ganz individuelles Müsli zusammen und du weißt immer ganz genau was drin ist!

4. Das Preis-/Leistungsverhältnis ist genial

Vielleicht hast du ja bisher nicht so oft zu Müsli gegriffen, weil es dir einfach zu teuer war. Die großen Markenhersteller lassen sich ihre Fertig-Müslis ja auch gut bezahlen und dann ist es schneller aufgebraucht als man gucken kann.

Um die oben beschriebene Vielfalt für dein Müsli zu bekommen, musst du dir natürlich einen entsprechenden Vorrat an Zutaten anlegen. Diese Grundausstattung ist im ersten Augenblick ziemlich kostspielig.

Allerdings halten viele dieser Lebensmittel eine halbe Ewigkeit, wenn du sie richtig lagerst und du wirst schnell merken, dass es am Ende wesentlich günstiger ist, als jede Woche eine neue Packung Fertig-Müsli zu kaufen.

Ganz nebenbei kannst du die meisten Zutaten natürlich noch für weitere Rezepte zum Kochen oder Backen nutzen.

Vorrat anschaffen und Müsli selbst machen

Unser Rezept für ein gesundes Müsli wie wir es am liebsten mögen:

  • 1 TL Leinsamen
  • 3 EL Basis-Nussmüsli
  • 1 EL Vollkorn-Haferkissen
  • 3 EL Haferflocken (kernig oder zart)
  • 2 Paranüsse, grob gehackt
  • 1TL Tahin (Sesammus)
  • 1 TL Omega-3-haltiges Öl (DHA aus Algenöl)
  • ½ Banane in Scheiben
  • 1 Kiwi in Stückchen
  • Soja- oder Haferdrink

Fazit

Mit einem selbst gemachten Müsli erhältst du eine dicke Portion Nährstoffe und mit Sicherheit ein gesundes Essen.

Welchen Herausforderungen du dich nach dem Aufstehen auch stellen magst, mit einem individuell auf dich abgestimmten Müsli bekommst du die nötigen Superkräfte, um sie zu meistern.

Falls dir also die nötigen Zutaten für dein Superhelden-Frühstück noch fehlen, dann warte nicht mehr lang und mach' dich bald auf zum nächsten Supermarkt, um deine Vorräte aufzufüllen − viel Spaß dabei :)

Kennst du noch weitere tolle Müsli-Rezepte oder Tipps wie wir unser Müsli selbst machen können, dann schreib uns gerne einen kurzen Kommentar!

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3 Kommentare

  • Hallo,
    wir essen jetzt auch meist ein Müsli in der Früh. Dazu habe ich mir eine Basis selbst gemixt:
    + 1 kg Haferflocken
    + 1/2 kg Dinkelflocken
    + 1/2 kg Hirseflocken
    + 1/2 kg Roggenflocken
    + 1/2 kg Reisflocken
    alles gut vermengt.

    Für 1 Portion Müsli nehme ich meistens 3 - 4 EL von der Basis und 1 TL frisch gemahlener Leinsamen gebe dann Pflanzenmilch dazu (zur Zeit am liebsten Sojamilch) und lasse das ganze kurz quellen. In der Zwischenzeit reibe ich einen Apfel auf das Müsli, und vermische danach alles gut. Jetzt schnipple ich noch frisches Obst dazu, wenn ich keine frischen Beeren zu Hause habe, nehme ich eine Handvoll Tiefkühlbeeren (meistens die Waldbeeren-Mischung), zum Abschluß streue ich noch einige Walnüsse darüber.
    Wenn man möchte kann man das ganze noch süßen (Ahornsirup, Agavendicksaft oder ähnliches). Ich finde aber, daß durch das Obst (und je nachdem welche Pflanzenmilch man nimmt) ist das Müsli süß genug.
    Das feine daran, es schmeckt jedes Mal anders, je nach den Obstsorten. Auch durch verschiedene Gewürze (zB Zimt, Vanille) oder Kokosraspeln oder andere Nüsse oder oder... ist das Müsli immer abwechslungsreich.

    Seit ich Müsli essen, hat sich mein Verlangen nach Süßem ziemlich reduziert.
    Liebe Grüße
  • Ich esse jetzt auch fast täglich mein selbstgemachtes müsli 😋und das sehr gerne . Ich spüre das es mir viel Energie gibt und mich lange satt macht 😂und das soll schon was heißen bei mir 😂
  • Hey Elke,

    schön zu hören!

    Manchmal benötigt man zwar eine kurze Zeit, um sich an das Müsli zu gewöhnen (natürlich sind frische Brötchen am Morgen sehr lecker 😊) , wenn man aber erst die Vorteile für sich entdeckt hat so wie du, mag man gar nicht mehr ohne.

    Viele Grüße

    Jenny

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