Wie mir das vegane Leben hilft Achtsamkeit zu üben

„Die Zeit rennt im Moment so schnell!“

Wer kennt diesen Satz nicht? Ob wir ihn nun selbst benutzen, ein Freund oder ein Wildfremder auf der Straße; viele Menschen haben das Gefühl, dass die Zeit nur so an einem vorbeizieht.

Natürlich dreht sich die Welt weiter und die Zeit steht niemals still.

Was aber weckt in uns den Schrecken, dass gefühlt gerade jetzt alles so schnell geht?

"Es ist nicht zu wenig Zeit, die wir haben, sondern es ist zu viel Zeit, die wir nicht nutzen." − Lucius Annaeus Seneca

Soviel Dinge können wir durch die Modernisierung ganz nebenbei und fernab jeder Achtsamkeit erledigen:

  • Wir nutzen unsere Wetter Apps, um herauszufinden wie wir uns kleiden müssen (anstatt einfach kurz vor die Tür zu gehen),
  • wir verlassen uns auf unser Navigationsgerät (anstatt uns Wege zu merken oder jemanden danach zu fragen) und
  • wir haben das Gefühl immer und überall up to date sein zu müssen (und verbringen Stunden damit Videos auf YouTube anzusehen).

Schnell auf's Handy geschaut, kurz die Adresse eingegeben, mal eben eine Stunde auf YouTube verbracht… schnell, kurz, mal eben.

Und dann: Wo ist die Zeit hin?

Achtsamkeit findet in diesem Moment statt

Wenn die Zeit sich ihren Stellenwert zurückholt

Wovor wir uns fürchten ist das Ungewisse und die damit verbundene Machtlosigkeit.

Tragisch ist, dass wir uns häufig erst in einer schier ausweglosen Situation wiederfinden müssen, damit wir merken für einen ganz entscheidenen Punkt das Bewusstsein verloren zu haben: den Wert unserer Zeit.

Und dann kann es im schlimmsten Fall sein, dass wir tatsächlich nicht mehr viel Zeit haben und diese verbliebene Zeit auch noch vergeht wie im Flug.

Ein Jahr fühlt sich dann an wie ein Monat und wir sind nicht in der Lage diese Spanne zu verlängern.

Zeit kann man nicht kontrollieren: 24 Stunden sind 24 Stunden.

Aber man kann sie intensiver erleben und somit vielleicht aus einem einzelnen Tag einen ganzen Urlaub schaffen.

Auch hat man jede Sekunde einen direkten Einfluss darauf wie wir unsere Zeit verleben. Und ob wir später mit einem Lächeln im Gesicht zurückblicken können oder uns im schlimmsten Falle über die Verschwendung ärgern.

Achtsamkeit kann man lernen

Das Zauberwort heißt Achtsamkeit − und die kann man lernen!

Warum es vielen Menschen so schwer fällt im Moment zu verweilen und ihn einfach hinzunehmen wie er ist, liegt meiner Meinung nach vor allem in unserer Natur alles bewerten zu müssen und in unserem auf Leistung getrimmten Alltag.

Wie fühlen nicht einfach, wir be- und verurteilen das „Schicksal“ und und selbst. Häufig erleben wir Momente gar nicht oder fühlen uns unzufrieden und wollen die Augenblicke schnell vergessen.

Genau dann rennt die Zeit oder wird als wertlos betrachtet.

Auch bedeutet Achtsamkeit ein hartes Stück Arbeit und ist noch dazu ein lebenslanger Lernprozess. Sicher genau die beiden Dinge die uns immer wieder davon abhalten.

Mein Weg zur Achtsamkeit

Ehrlich gesagt hat der auch gerade erst begonnen.

Seit einiger Zeit setze ich mich nun mit dem Thema auseinander, erwische mich immer wieder in alten Verhaltensmustern und muss stets wieder anhalten nicht zu bewerten, sondern einfach zu erleben.

Was mir dabei jedoch schnell klargeworden ist: Veganismus und Achtsamkeit gehören dabei irgendwie zusammen.

Ich gehöre vom Typ her eher zu den Leuten, die etwas schnell erledigen wollen und bin grundsätzlich noch dazu eher von der unzufriedenen Sorte.

Keine optimale Grundvoraussetzung ;)

Je mehr ich jedoch für mich verstehe was Achtsamkeit bedeutet und wie ich sie für mich erleben will, desto mehr erkenne ich, dass ich in einem Großteil meines Lebens bereits ziemlich achtsam bin.

Die täglichen Entscheidungen über meine Ernährung und Lebensweise sind genau diese achtsamen Momente.

Achtsamkeit hilft dir bei deiner Entscheidung

Nicht nur durch den Verzicht auf tierische Lebensmittel, sondern auch durch die Entscheidung gesunde Ernährung dem „schnellen Fertiggericht“ vorzuziehen, finde ich mich hier immer wieder in meiner eigenen Achtsamkeit.

Da werden schonmal die ein oder anderen Gerichte kreiert, völlig unbekannte Lebensmittel verarbeitet oder ganz neue Rezepte gesucht und ausprobiert.

Auch die Herkunft und der Anbau der Lebensmittel wird viel genauer betrachtet.

Essen wir nicht Zuhause wird es auch hier meist mehr Thema als bei anderen, denn wir bekommen nunmal nicht an jeder Ecke etwas nach unseren Wünschen.

Man beginnt also den Tag ganz anders zu planen, setzt sich mit seinem Zielort nochmal bewusster auseinander und freut sich am Ende des Tages, wenn die Suche erfolgreich war.

Die Ernährung ist ein großer Teil meines Lebens, den ich gerne und bewusst erlebe und auslebe.

Zugegeben: auch ich sündige mal. Ein Eis, ein Stück Kuchen oder Schokolade… meistens aber aufgrund der Seltenheit mit Genuss und bewusst.

Für mich eine weitere Form der Achtsamkeit.

Was sind eure achtsamen Momente. Wie bekommt ihr Ruhe in den Alltag und wie schafft ihr es, dass die Zeit nicht so fliegt? Ich bin sehr gespannt auf eure Kommentare :)

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2 Kommentare

  • Das ist ein wunderschöner Artikel! Er trifft den Nagel auf den Kopf, denn unsere Handysucht und unser Wertungsverlangen sind genau die Dinge, die uns unsere Lebensqualität rauben, unsere Zeit verkürzen.

    Im letzten Urlaub- 2 Tage Zelten in Holland am Strand- hatte ich mein Handyladekabel vergessen und nachsem der Akku leer war, war ich gezwungen die Realität ungefiltert zu erleben und mir die schönen Momente einzuprägen statt sie „mal eben zu knipsen“. Diese zwei Tage fühlen sich in meiner Erinnerung an wie ein zwei-Wochen-Urlaub.

    Darüber hinaus habe ich mit Barfuß-Schuhen einen Weg gefunden mehr Achtsamkeit in mein Leben zu bringen. Immer wieder konzentriere ich mich darauf richtig zu gehen (mit dem Fußballen zu erst, statt mit der Ferse) und den Untergrund zu spüren. Das verlangsamt nicht nur meine Schritte, sondern auch meine Wahrnehmung der Umwelt und lässt die Zeit langsamer vergehen.
  • Hey Tim,

    2 Tage ohne Handy ist für viele unvorstellbar. Leider auch für mich, da ich gerade aufgrund unserer kleinen Tochter "Rufbereitschaft" habe, sollte ich mich mal ohne sie aus dem Haus bewegen und Papa oder Oma aufpassen ;) Aaaaaber man kann ja auch ganz wunderbar auf das Handy verzichten, obwohl man es dabei hat. Ich bin der Überzeugung, dass gerade aber dieses "ständige erreichbar sein" mehr stresst als Vorteile bringt.

    Du bist da schon auf einem ziemlichen guten Weg finde ich und der ein oder andere könnte eine Menge von dir lernen :)

    Liebe Grüße!

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