Hypertonie

Die Hypertonie, besser bekannt als Bluthochdruck, ist eine Erkrankung des Blutgefäßsystems, bei der der Blutdruck dauerhaft erhöht ist. Laut aktueller Zahlen des Robert-Koch-Instituts leiden in Deutschland ca. 30 % der Bevölkerung unter Bluthochdruck (Stand 2015); die Tendenz ist steigend. Hypertonie gehört zu den Risikofaktoren für weitere Herz- Kreislauf-Erkrankungen.

Die Ursache für die Entstehung einer Hypertonie ist das Zusammenwirken mehrerer Faktoren: unter anderem spielen Erbanlagen, Alter, das Geschlecht, aber auch ein ungünstiger Lebensstil eine Rolle. Besonders Übergewicht, mangelnde Bewegung und ungesunde Ernährung sind ausschlaggebend.

In einigen Fällen ist Bluthochdruck eine Folge anderer organischer Erkrankungen (sogenannte sekundäre Hypertonie). Werden diese entsprechend behandelt sinkt der Blutdruck in der Regel auf seinen normalen Wert.

Die primäre Hypertonie hingegen ist eine schleichende Erkrankung, d. h. sie entwickelt sich langsam. Die Betroffenen bemerken über lange Zeit nicht, dass sich ihr Blutdruck nicht mehr im gesunden Bereich befindet.

Die Anzeichen einer Hypertonie

Die Symptome sind nicht spezifisch:

  • Kopfschmerzen
  • Müdigkeit
  • Konzentrationsstörungen
  • und Schweißausbrüche

sind die ersten Signale die der Körper aussendet. Häufig werden die Signale mit zu viel Stress, mangelndem Schlaf, u. ä. begründet. Spätestens wenn

  • Schwindel
  • Herzrasen,
  • Sehstörungen
  • oder gar Atemnot

dazu kommen, führt der Gang zum Hausarzt.

Unser Gefäßsystem ist vereinfacht gesagt ein aus Schläuchen verschiedener Dicke und Länge geschlossenes Gebilde, das dem Bluttransport und somit u. a. der Versorgung des Körpers mit Sauerstoff und Nährstoffen dient.

Damit das Blut richtig zirkulieren kann ist (neben anderen komplexen Mechanismen) ein konstanter Druck nötig.

Welcher Blutdruck ist normal?

Normale Blutdruckwerte liegen bei zwischen 120/80 und 140/90 mmHg und unterliegen natürlichen Schwankungen. Körperliche Aktivität (z. B. Sport), psychische Faktoren (z. B. Prüfungsangst) und äußere Einflüsse wie das Wetter beeinflussen den Blutdruck. Auch die Altersgruppe spielt eine Rolle.

Von einer Hypertonie spricht man erst dann, wenn die Werte dauerhaft erhöht sind. Dies wird meist durch eine ärztlich angeordnete Langzeitblutdruckmessung festgestellt. Hierfür wird für 24 Stunden eine Oberarmmanchette angelegt. Von einem kleinen Gerät aus, das am Körper getragen wird, wird sie aufgepumpt und zeichnet so in regelmäßigen Abständen den Blutdruck auf. Je nach Blutdruckwerte teilt man Hypertonie in milde (bis 160/100 mmHg), mittlere (bis 180/110) oder schwere Hypertonie (180/110 mmHg und höher) ein.

Welche präventiven Maßnahmen beugen vor?

Die Diagnose Hypertonie sollte nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Neben dauerhafter Schädigung wichtiger Organe wie Herz, Nieren, Gehirn und der Blutgefäße selbst, kann die Erkrankung als Risikofaktor für Herzinfarkt oder Schlaganfall werden.

Als erste Gegenmaßnahme verschreibt der behandelnde Arzt geeignete Medikamente. Diese senken zwar den Blutdruck, heilen können sie die Hypertonie jedoch nicht, so dass Betroffene lebenslang auf eine Reihe von Arzneimittel angewiesen sind.

Bei der Behandlung des Bluthochdrucks ist es wichtig, begünstigende Faktoren wie Übergewicht, ungesunde Ernährung, mangelnde Bewegung und Stress zu minimieren. Diese Veränderungen gelten langfristig als das wirksamste Mittel im Kampf gegen die Erkrankung.

Bestenfalls völliger Verzicht oder zumindest maximale Reduzierung von Nikotin und Alkohol ist einer der Schritte auf dem Weg zum zu einem gesunden Lebensstil.

Anzustreben ist ein regelmäßiger und strukturierter Tagesablauf, in dem neben Erholungs- und Entspannungspausen feste Zeiten für körperliche Bewegung ihren Platz finden. Körperliche Bewegung ist ein weiterer Schritt in Richtung Gewichtreduktion, diese wiederum wird mit sinnvollen Veränderungen der Essgewohnheiten gesteuert.

Die bei Hypertonie empfohlene Kost beinhaltet vor allem viel Gemüse und Obst, ist ballaststoffhaltig und sollte möglichst natriumarm sein.

Gewünschte Mineralstoffe wie Kalium (als Gegenspieler von Natrium), Magnesium und Calcium finden sich in einer Reihe von Obst- und Gemüsesorten, sowie in Nüssen und Samen wieder. Diese Lebensmittel liefern zusätzlich die nötigen Ballaststoffe.

Käse-, Fleisch- und Wurstprodukte enthalten gesättigte Fette und Cholesterin und sind oft natriumreich. Sie sollten daher auf ein Minimum reduziert, bestenfalls gemieden und durch mehrfach ungesättigte Fettsäuren ersetzt werden. Ungesättigte Fettsäuren, besonders die pflanzliche Omega-3-Fettsäure aus Raps- oder Leinöl, liefern u. a. einen gefäßerweiternden Effekt, der den Blutdruck zusätzlich positiv unterstützt.

Da ein Zusammenhang zwischen dem Konsum vom roten Fleisch und erhöhten Blutdruck besteht, ist es ebenfalls sinnvoll auf Proteine pflanzlichen Ursprungs auszuweichen.

Einschlägige Studien beweisen, dass sich besonders eine ausgewogene, gut geplante und pflanzenbasierte Ernährung günstig auf die Therapie von Hypertonie auswirken kann. Ein weiterer positiver Effekt einer vollwertigen, pflanzlichen Kost ist die niedrige Energiedichte, da sie die gewünschte Gewichtreduktion unterstützt.

Der Abschied und die Veränderung von lieb gewonnenen Gewohnheiten stellt für die Betroffenen verständlicherweise eine große Herausforderung dar. Viele fühlen sich überfordert und hilflos, so dass eine kompetente Unterstützung bei der Umstellung der Ernährung eine wertvolle Hilfe auf dem Weg zu mehr Lebensqualität sein kann. 

Bitte denk aber daran: befindest du dich bereits in Therapie, solltest du eine Ernährungsumstellung vorher mit deinem Arzt besprechen!

An dieser Stelle weisen wir dich auch noch einmal auf unseren medizinischen Disclaimer hin.

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